Kaufkriterien Dartpfeile

Für Ungeduldige geht es hier sofort zum Steel Dartpfeile Vergleich.

 

Welche Dartpfeile sind die besten? Diese Frage ist leider nicht eindeutig zu beantworten. Dennoch versucht der Darts Vergleich auf dieser Seite einen Überblick zu den Kaufkriterien zu geben und damit bei der Suche nach den besten Steeldarts zu unterstützen.

 

Wer einmal nach einem Set Steeldarts gesucht hat, stößt auf eine schier unüberschaubare Auswahl. Wir bringen in unserem Dartpfeile Vergleich Licht ins Dunkle und beleuchten die verschiedenen Kriterien, die einen guten Dart ausmachen. Es soll aber an dieser Stelle gleich gesagt sein, dass so viel Faktoren entscheidend sind, dass für den ambitionierten Spieler ein Ausprobieren und Herantasten unumgänglich ist.

 

Aufbau des Dartpfeils

Ein Dartpfeil, egal ob Steeldart oder Softdart, ist aus vier Elementen aufgebaut: Tip (Spitze), Barrel, Shaft und Flight. Da es sich bei Darts um einen Präzisionssport handelt, hat auch jedes Element einen Einfluss auf die Flugeigenschaften.

 

Softdart oder Steeldart?

Eine der wenigen Fragen, die eindeutig die richtige Wahl der Dartpfeile einschränkt, ist die nach der Verwendung: Softdart (E-Dart) oder Steeldart ? Der entscheidende Unterschied besteht neben der Spitze (Tip), welche bei ersterem aus Kunststoff und bei letzterem aus Metall besteht, im Gesamtgewicht des Dartpfeils.

 

Laut Regelwerk der PDC, dem weltgrößten Dartverband, liegt das Maximalgewicht von Steeldarts bei 50g. Das Maximalgewicht im E-Dart liegt nach dem Regelwerk des größten deutschen Dartverbandes DDV dagegen bei nur 18g. Grund für die Gewichtsbeschränkung ist der Schutz der elektrischen Dartscheibe, welche durch die zu hohe Aufprallenergie der schweren Darts beschädigt werden können.

 

Wer sowohl Soft- als auch Steeldart spielen möchte, kann auf Dartpfeile mit Tipgewinde zurückgreifen. Je nach Bedarf können also unterschiedliche Spitzen auf den Barrel montiert werden. Steeldart Spitzen aus Titan kommen dem Gewicht der Kunststoffspitzen sehr nahe, sodass bis auf ca. 1g Gewichtsunterschied mit den identischen Darts geworfen werden kann.

 

Gewicht

Neben den oben beschriebenen Maximalgewichten, ist die Wahl des richtigen Gewichts hauptsächlich eine Geschmackssache. Bei gleicher Geschwindigkeit besitzen schwerere Darts einen größeren Impuls, weshalb sie auch fester im Dartboard stecken und die Gefahr von Bounceouts verringert wird. Profidarts haben ein Gewicht zwischen 22g und 26g, wobei sich diese Gewichtsangabe lediglich auf den Barrel bezieht, sodass je nach Komponentenwahl noch 2-3g hinzugerechnet werden müssen, um das Gesamtgewicht zu erhalten.

 

Barrel - Material, Form und Griff

Der Barrel ist einer der ganz entscheidenden Faktoren für das Spielgefühl und die Flugeigenschaften. Hier gibt es mehrere Stellschrauben, auf die man bei der Wahl achten sollte.

 

Barrels bei günstigen Einsteiger Darts sind in der Regel aus Messing gefertigt. Messing hat eine relativ geringe Dichte, weshalb Messing Barrels einen entsprechend hohes Volumen besitzen, um ein typisches Gewicht zu bekommen. Dies kann durch längere und dickere Barrelform erreicht werden. Während die Länge eher eine Geschmackssache sind und lange Barrels daher nicht zwingen schlecht sein müssen, haben dicke Barrels tatsächlich einen Nachteil: Ist ein Spielniveau erreicht, bei dem mehrere Dartpfeile im Triple 20 Feld keine Seltenheit werden, nehmen dicke Barrels schlichtweg zu viel Platz auf dem kleinen Feld ein. Aus diesem Grund sind Profidarts zum größten Teil aus Wolfram (Tungsten) oder Nickel, sodass bei gleicher Länge aber geringerem Umfang das identische Gewicht erreicht werden kann. 

 

Messing Wolfram Nickel
   

Bei der Form der Barrels gibt es unzählige Alternativen. Länge, Breite, Geometrie und Schwerpunkt sind bei jedem Modell unterschiedlich und können fast nur durch Ausprobieren von jedem Spieler individuell für passend oder ungeeignet bewertet werden.

 

Große Unterschiede gibt es auch in der Griffigkeit der Barrels, welche durch die Oberflächenbeschaffenheit bestimmt wird. Auch hier ist das Gefühl, wie der Dart in der Hand liegt, entscheidend, weshalb allgemeingültige Empfehlungen nicht möglich sind. Einige Spieler bevorzugen eine sehr raue oder sogar scharfkantige Grifffläche, während andere Spieler eher glatte präferieren. Wer häufig mit schwitzigen, rutschigen Händen zu kämpfen hat sollte aber sicherlich Abstand von zu glatten Barrels nehmen.

 

Wie bereits oben beschrieben, gibt es Barrel mit Gewinde am vorderen Ende, wodurch ein Wechsel der Spitzen von Kunststoff auf Metall möglich ist. Reine Steeldart Barrels haben eingepasste Spitzen, welche nicht herausgeschraubt werden können.

 

Shaft - Material und Länge

 

Wie bei den Tips unterscheiden sich auch die Schäfte durch ihr Material, wobei Kunststoff und Metall, entweder Aluminium oder Titan die möglichen Varianten sind. Metallschäfte sind grundsätzlich schwerer und besitzen einen höhere Lebensdauer, allerdings haben auch die anfälligeren Kunststoffschäfte ihren Vorteil: Während ein Metallschaft unmerklich verbiegen und zu schlechten Flugeigenschaften führen kann, brechen die Kunststoffschäfte stattdessen. Berücksichtigt man den geringen Preis der Kunststoffschäfte, ist das zu verkraften und stellt eben sicher, dass ein verbogener Schaft als Fehlerquelle vermieden wird.

Kunststoff Aluminium Titan
 

 

Flights - Form, Stärke und Oberfläche

 

Auch hier wird es wieder spannend und auch hier gibt es (leider) kein Richtig und kein Falsch, sondern nur passend zur eigenen Wurftechnik oder eben ungeeignet. Der Flight stabilisiert den Dart in der Luft. In der Regel bestehen Flights aus Kunststoff aber auch Nylon Flights sind verfügbar, welche den Dart aufgrund der höheren Reibung verlangsamen. 

 

Je größer der Flight, desto stabiler der Flug, allerdings können bei guter Wurftechnik kleinere Flights durchaus besser geeignet sein, da sie weniger Platz beanspruchen und somit Bounceouts unwahrscheinlicher machen.

 

Eine stabile Flugbahn mit einem Standard Flight kann bei gleicher Wurftechnik mit einem Slim Flight zum "Eiern" bzw. Wackeln des Darts in der Luft führen. Nicht selten macht sich dies dadurch bemerkbar, dass der Dart schief im Dartboard steckt. Je nach Wurftechnik kann dieser Ausschlag in horizontaler aber auch vertikaler Richtung auftreten. Durch eine Anpassung der Wurftechnik, beispielsweise indem der Dartpfeil weiter vorne an der Spitze gehalten wird, lassen sich solche Effekte korrigieren. Ein kleiner Flight verzeiht aber grundsätzlich weniger Fehler beim Wurf.

 

Die gängigsten Formen sind Diamond (Standard), Rhino (Slim), Pear (Teardrop), Big Wings und No.6 Shapes. Darüberhinaus gibt es weitere Formen, so wie Kite oder Lantern, welche aber relativ selten zum Einsatz kommen.

Standard Slim Pear
   
Big Wing No.6 Shape
 

Dass aber auch die Stärke der Flights eine entscheidende Rolle für die Flugeigenschaft des Darts hat, ist den wenigsten Einsteigern bekannt. Die geläufigen Flightstärken sind 75, 100, 150 und 180 Mikron.

  

Ein weiterer Aspekt den es zu berücksichtigen gilt ist, dass harte Flights eher dazu führen, dass ein geworfener Dart an einem bereits steckenden abgelenkt wird. Im Steeldart werden 180er Flights daher kaum noch verwendet. Im Softdart sieht das wiederum anders aus, da beim Auftreffen eines Pfeils auf einen harten Flight, der bereits steckende Pfeil einfach erneut gezählt wird.

 

Um die Flight im Shaft zu stabilisieren, das Abfallen der Flights und "Robin Hoods" zu verhindern, besteht die Möglichkeit die Flights mit einem Metallring eng auf den Shaft zu pressen. Außerdem sind mittlerweile Flights erhältlich, die nicht in den Kreuzschlitz des Shafts gesteckt werden, sondern über dieses gestülpt werden und somit keinen Schlitz für einen möglichen "Robin Hood" mehr bieten.

 

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